3D-Karte mit Fahne ©Kober-Kümmerly+Frey
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Geoinformations-Bilanz 2005–2008

Bundesinnenministerium legt 2. Geo-Fortschrittsbericht vor.


Informieren Sie sich über die komplexen Zusammenhänge und Entwicklungen im deutschen Geoinformationswesen.

Seit der Jahrhundertwende beachtet die Bundesregierung die fundamentale Bedeutung von Geodaten und digitalen Karten in besonderem Maße – nicht zuletzt auch motiviert durch Initiativen der Verbände, insbesondere des Deutschen Dachverbandes für Geoinformation (DDGI). Viele ihrer Handlungsgebiete, wie innere und äußere Sicherheit, sozio-ökonomische Entwicklungen, wirtschaftspolitische Maßnahmen, Klima- und Umweltschutz, stehen und fallen mit der Verfügbarkeit raumbezogener Informationen. Hieraus hat sich ein neues Politikfeld, das „Geoinformationswesen“, entwickelt. Es beschreibt u.a. die Tatsache, dass raumbezogene Daten und Karten in Deutschland in Form von Geodaten auf allen Verwaltungsebenen von den Kommunen über die Länder bis hin zum Bund in unterschiedlichen Verwaltungszweigen vorliegen. Und es fordert heraus, Geodaten leicht verfügbar zu machen und sie zu hochwertigen Informationen aufzubereiten. Sie ermöglichen es z.B., im Krisenfall effizient und effektiv zu reagieren, aber auch, zuverlässige Aussagen darüber zu erhalten, wie sich politische Ziele und Handlungsempfehlungen auf Wirtschaft, Umwelt und Gesellschaft auswirken können. Die Geoinformationstechnologie wird damit zu einer der wichtigsten Querschnittstechnologien unseres Jahrhunderts und das Geoinformationswesen ein Politikfeld mit Zukunft.

Vor diesem Hintergrund hat das Bundesministerium des Innern in der Kabinettsitzung am 16. Juli 2008 der Bundesregierung den 2. Geo-Fortschrittsbericht vorgelegt und damit eine Bilanz über das Geoinformationswesen für die Periode 2005 bis 2008 gezogen. Der Bericht verweist auf Verbesserungen bei der technischen Normung und Standardisierung sowie beim Aufbau technischer und organisatorischer Infrastrukturen für raumbezogene Daten über Verwaltungsgrenzen hinweg. Er zeigt auf, dass die rechtlichen Grundlagen für den Datenzugang aller Bedarfsträger in Wirtschaft und Verwaltung ausgebaut werden konnten. Als Beispiele nennt er das Umweltinformationsgesetz, das Informationsweiterverwendungsgesetz und das Satellitendatensicherheitsgesetz. Er kündigt an, dass ein generelles Geodatenzugangsgesetz für den Bereich des Bundes noch 2008 in Kraft treten soll.

Autor: R. Harbeck, 17.8.08; Quelle: Internetseiten der Bundesregierung


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